Die Presse schreibt über uns:

Chor präsentiert glänzend das große Mysterium - Aalener Kammerchor und Bläserensemble phonata brillieren mit Musik aus alter und neuer Zeit

Voller Anmut, hochsensibel, erfrischend kontrastreich und spannend durch den Bogenschlag zwischen barocker und zeitgenössischer Advents- und Weihnachtsmusik hat der Aalener Kammerchor die Gäste in der Wasseralfinger Stephanuskirche bezaubert. Zwischen den stimmlichen Glanzpunkten sorgte das Bläserensemble phonata für den mehr als stimmigen Unterbau eines herausragenden Konzertabends.
Das große Mysterium des Weihnachtswunders, der Hymnus „O magnum mysterium” erklang in zwei modernen Versionen. Einmal in der des baskischen Komponisten Javier Busto und dann in der von Francis Poulenc. Eigentlich ein Zeitgenosse des französischen Impressionismus, legte er in seinen Opern und geistlichen Werken höchsten Wert auf Klarheit und überschaubare Strukturiertheit, die der Chor in seiner gewohnten brillanten Manier umsetzte. Wie dann zwei weitere Werke der beiden Komponisten, „Hodie Christus natus est” von Poulenc und das „Jubilate” von Busto. Der Chor inszeniert unter dem Dirigat von Thomas Baur tief verinnerlicht das Magnificat und das solistisch geprägte „Nunc dimittis” von Gabriel Jackson, entzündet das lebendige „Gloria dicta sunt” des litauischen Komponisten Vytautas Miskinis. Als wohlklingender Kontrast dazu die Werke von Heinrich Schütz, dem bedeutendsten Komponisten des deutschen Frühbarocks.....

AALENER NACHRICHTEN, 06.12.2011



Chorklang in seiner ganzen Pracht - Aalener Kammerchor präsentierte Chormusik auf hohem Niveau in der Stephanus-Kirche

Mit einem sehr anspruchsvollen Konzert, das einen Bogen von barocker zu zeitgenössischer Chormusik geschlagen und die beiden Epochen in eine spannende Beziehung gestellt hat, nahm der Aalener Kammerchor gemeinsam mit dem Bläserensemble phonata aus Heubach sein Publikum gefangen. Ein hohes gesangliches Niveau war die Voraussetzung für das begeisternde Konzert.
Genauso stellt man sich ein Geheimnis vor. Es gilt etwas zu entdecken, was verborgen ist in einem feinen Gespinst an dissonanten Unwägbarkeiten, etwas Ungreifbares, etwas Mysteriöses. Dahinter leuchten die Harmonien in goldenem Dur. Und das tun sie besonders schön, wenn sie so sauber in den Raum gestellt werden. Diese feine Art von intonatorischem Gespür zieht sich von Beginn an durch die vokale Kunst des Aalener Kammerchors mit Thomas Baur am Dirigentenpult.
Unter seiner Regie wachsen diese musikalischen Geheimnisse, „O magnum mysterium”, von zeitgenössischen Komponisten wie dem Spanier Javier Busto, genauso nachvollziehbar an, wie das gleichnamige Werk des französischen Impressionisten Francis Poulenc. Sensibel dringt man vor in das Dickicht von Sekundreibungen, ganz leise, bedächtig.
Umso strahlender erklingt das starke „Jacentem in praesepio”. Hier glänzt der saubere Chorklang in all seiner Pracht. Mit gutem Stimmsitz, der sich in der Stephanuskirche wohltuend potenziert, präsentieren die Chormitglieder auch zwei sehr interessant zu hörende Werke von Gabriel Jackson, einem englischen Chorkomponisten.....
Von sprühender Lebendigkeit ist das „Gloria dicta sunt” von Vytautas Miskinis. Perlende Triolen, gleichmäßig ausgesungen, charakterisieren es. Der Stimmstrahl des Chores kann sich nach außen und innen wenden, genau so, wie es die Komposition in diesem Moment verlangt. Im schwingenden Duktus und voll von barocker Anmut stellen die Chorsänger diesen zeitgenössischen Kompositionen Werke von Heinrich Schütz gegenüber.
Gepflegt und fein abgestimmt erklingen die Motette „Also hat Gott die Welt geliebt” und der weihnachtliche Satz über „Der Engel sprach zu den Hirten”. Gemeinsam mit Orgelpositiv und dem Bläserensemble phonata gelingt eine festliche Gestaltung des Psalms 100 „Jauchzet dem Herren alle Welt”. Wie ein Echo blühen die Bläserfarben von Trompete, Horn und Posaune auf. Im Vergleich dazu hätte der Chor stimmlich etwas massiver auftreten dürfen.....

SCHWÄBISCHE POST, 06.12.2011



Emotionale Kräfte - Aalener Kammerchor geht mit dem Lukas-Barockorchester den Weg der Johannespassion

...Die Musik Bachs schafft für den Hörer der Passion einen Raum, in dem sich seine emotionalen Kräfte im Sinne geistlicher Übungen entfalten können. Dafür ist vor allem der Chor im betend-betrachtenden Charakter der Choräle verantwortlich. Der Aalener Kammerchor wartet dafür mit einem schwingenden, transparenten Chorklang auf, mit starken Stimmlagen, mit sicherer, geführter Intonation. Der Eingangschor „Herr, unser Herrscher” fordert von der Sängerschaft um Leiter Thomas Baur bereits sämtliches technisches Können. Nebst einer überaus klaren Artikulation und fein abgeperlten Koloraturen, sind es die fugierten Einsätze, die die stimmliche Sicherheit und das Selbstbewusstsein des Chores charakterisieren.
Das schnelle Umschalten zwischen diesen betrachtenden Chören, zwischen den homophon schreitenden Chorälen und den wütenden Turba-Chören des „Volkes der Juden” ist wohl die größte Aufgabe in dieser Passion. Ganz nah liegen energische, kraftvolle Einwürfe, wie etwa bei der Anklage vor Pilatus im „Jesum von Nazareth” und dem betrachtend-lyrischen Choral „O große Lieb” beieinander. Die Stimmung im Chorklang changiert und kann so den jeweiligen Charakter trefflich darstellen.
Sehr präsent zeigt sich der Chor auch in der Fuge „Wir haben ein Gesetz”. Die Stimmlagen blitzen auf, nehmen sich aber auch sofort wieder zurück, um der anderen Platz zu machen....

SCHWÄBISCHE POST, 20.04.2011



Sänger klagen und verherrlichen packend - Aalener Kammerchor glänzt mit Bachs Johannes-Passion - Expressive Dynamik und saubere Intonation

Zur Einstimmung in die Karwoche hat der Aalener Kammerchor einen eindrucksvollen Beitrag geleistet. In Teamarbeit mit dem Lukas-Barockorchester Stuttart und hervorragenden Solisten gelang eine glanzvolle Aufführung von Bachs Johannes-Passion... Die vom Chor entfaltete Klangpracht, die sensible Ausgestaltung, die expressive Dynamik und saubere Intonation zeichnen alle Choräle des gewaltigen Werkes aus. Thomas Baur wählte ein zwar zügiges, aber nicht zu rasches Tempo. Überzeugend wirkten die geballte Wucht und die Präzision der Einsätze. Was den zwölf Männerstimmen gegenüber der doppelten Anzahl der Frauen fehlte, glichen sie durch starke Präsenz und Einsatzfreude aus. Trotz der Vielzahl großer Chöre blieb die Durchhaltekraft des Chores erstaunlich gleichbleibend....

AALENER NACHRICHTEN, 20.04.2011



Eine zeitgenössische Huldigung - Aalener Kammerchor mit anspruchsvollem Konzert in der Stadtkirche zur „Stunde der Kirchenmusik”

„Laudes Organi”, das Lob der Orgel ist ein imposantes Werk voller Expressivität ........ Thomas Baur führt in großen Gesten die gewollte Dynamik und schafft so eine Brücke zwischen Orgel und Chor. Der lateinisch gesungene Text weist dem Werk die klangliche Linie und seine vokale Färbung, die der Chor gleichermaßen trefflich umsetzt..... Obwohl die Soprane im Programm zuvor schon ein beträchtliches Höhenpensum zu bewältigen hatten, können sie in den Kodaly-Spitzen noch einmal den Chor erheben. Der gewaltig gestaute Aufbau, der sich wie in einem kurzen Akkord-Blitz harmonisch entlädt, schafft eine grandiose Athmosphäre des vokalen Respekts vor der Orgel.....
Zuvor haben sich die sauberen und klar geführten Stimmen mit Kompositionen aus dem Baltikum auseinandergesetzt. Der Anspruch an den Chor und an den Zuhörer ist hoch, die Umsetzung erfreulich.....
Ausgiebiger Beifall steht am Ende des außergewöhnlichen Chorkonzerts, das dem göttlichen Lobpreis, dem Gesang und der Musik gerecht wurde.

SCHWÄBISCHE POST, 2.11.2010



Kammerchor singt der Orgel ein Lob

Der Aalener Kammerchor hat mit seinem Konzert in der Stadtkirche der Königin der Instrumente eine prachtvolle Huldigung erbracht.... Um den Höhepunkt „Laudes Organi” herum gruppierte Chorleiter Thomas Baur klingende Bernstein-Perlen aus dem Ostseeraum, nämlich Chorsätze von Komponisten des Baltikums..... Das „Cantate Domino” des Litauers Vytautas Miškinis lebte aus der Spannung zwischen sphärischer Klangmalerei und teils schroffen Rhythmen. Fehlte es dem Chor bei diesem heiklen Start noch ein wenig an Präsenz in den Einsätzen und Glanz in den Höhen, so war das „Magnificat” des Esten Arvo Pärt bereits makellos. Mit weiteren Werken von Arvo Pärt zeigte der Chor sein ausgereiftes Können.....
..... „Laudes Organi”.... Dem Chor gelang eine faszinierende Wiedergabe der rhythmisch-hymnischen Verse, fein gegliedert in dialogischem Wechsel zwischen Männer- und Frauenstimmen.....
Der Aalener Kammerchor hat mit diesem Konzert wieder einmal seine hohe Qualität und sein breites Spektrum in der Präsentation anspruchsvoller A-cappella-Literatur unter Beweis gestellt.

AALENER NACHRICHTEN, 11.2010



Beschwörende Gesänge, irisierendes Licht - Aalener Kammerchor und collegium vocale Schwäbisch Gmünd tauchen gemeinsam in die mystischen Tiefen der Romantik

Die dramatischen und mythologisch tiefgründigen Ereignisse rund um die Walpurgisnacht mit ihrem vorchristlichen Glaubenskult - zwei Spitzenchöre aus der Region haben sie erstmals gemeinsam musikalisch in Szene gesetzt. In zwei spektakulären Aufführungen in der Aalener Stadthalle und im Gmünder Stadtgarten wirkten der Aalener Kammerchor und das collegium vocale aus Schwäbisch Gmünd sowie das Orchester ensemble variable zusammen. ...Der große Chor, dem eines Oratorienchors gleich, beginnt mit den Frauen. Klar und einheitlich erklingt der gut besetzte Sopran, die Alti bilden in gepflegter Stimmführung die Basis für die entrückenden sopranen Höhen....
Zu Beginn des romantischen Chorabends haben die beiden Dirigenten Thomas Baur und Walter Johannes Beck den ausdrucksstarken „Gesang der Parzen” von Johannes Brahms gesetzt....
...Auch hier zeichnet Goethe den mystischen Gehalt textlich vor. Was Brahms im Jahr 1882 daraus gemacht hat, ist der pure Musikgenuss. ...Harmonien erhalten in der sauberen Klangführung, in der immer spürbaren Präsenz und Aufmerksamkeit der Sängerinnen und Sänger eine neue Leuchtkraft, die die Romantik so sehr liebt. Kontraste zwischen Demut und Aufbegehren gestalten die Chöre äußerst geschmackvoll....
...das Licht der Chormusik begann an diesen beiden Abenden strahlend zu leuchten.

SCHWÄBISCHE POST, 14.6.2010



Der Chor unter der Leitung von Thomas Baur sang unter dem Motto „Lux Aurumque” - „Goldenes Licht” - ein sowohl interessantes als auch anspruchsvolles Programm...

... Bereits im ersten Werk, „O magnum Mysterium” von Tomas Luis de Victoria, überzeugte die sorgfältige und behutsame Interpretation der Motette, freute man sich über das glasklare, ausgeglichene Klangbild, in dem die zahlenmässige Überlegenheit der Frauenstimmen kaum ins Gewicht fiel...
Wesentlich kraftvoller, mit markanter Dynamik sang der Chor dagegen Zoltan Kadalys „Ad veni enek”. Vom hauchzarten Pianissimo bis zum frohgemuten Forte reichte hier das Spektrum des Chores. Mit gut verständlicher Artikulation und präzise intonierend folgte der Chor dem engagierten und detaillierten Dirigat von Thomas Baur.
Eine besondere Herausforderung vor allem für die Sopranistinnen folgt mit Anton Bruckners „Virga Jesse”. Typisch brucknersche, langgezogene Crescendi dominierten zunächst das Werk, dann mussten die Sopranistinnen hoch hinauf in extreme Lagen, die sie auch unerschrocken erreichten... Die Bassisten schickte der Komponist am Schluss in die andere Richtung, ganz tief unten sorgten sie für das Fundament des orgelgleichen Schlussakkords...
Im „Lux Aurumque” von Eric Whitacre bewegte sich der Chor mit sicherer, makelloser Intonation in den vorsichtig eingesetzten Dissonanzen, mit denen der Komponist die unterschiedlichen Farben und die Spiegelungen des Lichts in Töne umsetzt...
Mit beeindruckenden stimmlichen Reserven und nach wie vor hochkonzentriert interpretierte der Kammerchor zum Abschluss des Programms Edvard Griegs „Ave Maris stella” und spürte sensibel und mit sehr viel Werkverständnis der nordisch herben Romantik dieser wunderschönen Motette nach.

AALENER NACHRICHTEN Ipf und Jastzeitung Ellwangen, 7.12.2009



„Irische Harfe”

... Die moderne Ästhetik verlangt einen diszpliniert arbeitenden Chor, der neben technischer und stimmbildnerischer Fertigkeit auch den Blick für das Ganze, die innere Harmonie und Ausdruckskraft nicht aus den Augen verliert... Dirigent Thomas Baur baut zunächst mit den Sängerinnen und Sängern sowie dem Baritonsolisten Andreas Beinhauer in gemischter Aufstellung die Stimmung einer nach außen gekehrten, musikalischen Seele auf... Akkurat setzt der Chor das Staccato in der „Serenade”, der Sopran schwingt in zarten Höhen. Überhaupt ist die stimmliche Mischung beim Aalener Kammerchor sehr ausgewogen. Ein dichter Alt wirkt warm, dennoch leicht und spritzig, der Sopran blitzt in vibratoloser, sauberer Stimmführung, ist dabei aber nie dominant. Auch die guten Männerstimmen sind von einer nur dem Chor gehörenden Einheit. So wird Genzmers „Irische Harfe”, die darin enthaltene „Heerschar der Elfen” oder der klangvolle „Wind der keinen Namen trägt”, zum vokalen Erlebnis.

SCHWÄBISCHE POST, 19.5.2009